Wissenswertes über die Anwendung der Homöopathie bei Kindern und Säuglingen

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Wissenswertes über die Anwendung der Homöopathie bei Kindern und Säuglingen

Kinder in der Natur, gesund durch Homöopathie

Bereits in der Schwangerschaft beschäftigen sich werdende Eltern häufig mit möglichst gut verträglichen Behandlungsmethoden zur Geburtsvorbereitung. Sachkundig ausgebildete, erfahrene Hebammen und Gynäkologen unterstützen dabei mit einer homöopathischen Komplementärtherapie den Einsatz konventioneller Methoden. Für viele Eltern ist dies ein erster wesentlicher Anlass zum näheren Kennenlernen der Homöopathie. Hat sich bereits vorgeburtlich eine spürbare Linderung von Beschwerden gezeigt, liegt die Entscheidung für die weitere Anwendung der Homöopathie bei Kindern und Neugeborenen nahe. Typische Beschwerden beim Kind, wie akute und chronische Erkrankungen oder leichte Verletzungen, lassen sich mit dem entsprechenden homöopathischen Arzneimittel effektiv behandeln.

schlafendes Baby

Einstieg in die Homöopathie bei Kindern für interessierte Eltern

Die Anwendung der Homöopathie hat sich neben der Geburtshilfe besonders bei Säuglingen und Kindern bewährt. Anhand einer Vielzahl von fortlaufenden empirischen Erfahrungswerten und Erkenntnissen wurde es möglich, den typischen Symptomen entsprechende Homöopathika zuzuordnen. Ein Beispiel hierfür sind zum Beispiel Unruhezustände beim Säugling, die unter anderem durch Blähungskoliken oder Zahnungsbeschwerden hervorgerufen werden können, wogegen zum Beispiel die homöopathische Arznei Chamomilla (Kamille) in entsprechender Potenz helfen kann.

Bei der Selbstbehandlung sei jedoch erwähnt, dass diese Grenzen hat. Die genaue Beobachtung der Symptomatik ist maßgebend für die richtige Reaktion der Eltern. Der Prozess der Heilung ist individuell und kann sich unterschiedlich auswirken. Ob es sich bei starken Blähungsschmerzen um Dreimonatskoliken oder eine Erstverschlimmerung handelt, kann nur ein Experte beurteilen.

Eine genaue Anamnese sollte deshalb durch homöopathische Ärzte mittels einer sachkundigen Diagnostik erfolgen. Dies ist vor allem deshalb wichtig, um dem Kind das individuell passende Präparat in der jeweils geeigneten Potenzierung professionell verabreichen zu können. Auch Häufigkeit und Dauer der Gabe spielen eine Rolle. Für Eltern, die eine Hausapotheke zusammenstellen möchten, ist es wichtig, vorab ein Verständnis für die Grundprinzipien der Homöopathie zu entwickeln. Etwa durch das Lesen von Fachliteratur und Ratgebern. Die Auswahl der Arzneien für die Basis einer Hausapotheke sollte auf persönliche Empfehlung eines erfahrenen homöopathischen Arztes stattfinden. Sinnvoll ist auch die Teilnahme an Seminaren, die beispielsweise an Elternzentren angeboten werden. Manche Homöopathen bieten spezifische Webinare zur Anwendung von Homöopathie bei Kindern an.

gesunder Junge im Feld

Die Behandlung mit Homöopathie bei Kindern

Rund um die Kinderhomöopathie häufen sich Fragen, wenn es um Dinge wie die Darreichungsform für unseren Nachwuchs geht. Ob es nun besser sei Tabletten, Globuli oder Tropfen zu wählen. Im Grunde kommt es dabei darauf an, wie das Kind die Einnahme am ehesten akzeptiert. Denn die Qualität der homöopathischen Arznei bleibt in jeder Weise bestehen. Bei Säuglingen kann es sein, dass Kügelchen „zurück gesabbert“ werden. Zur Abhilfe kann man z.B. Globuli oder Tabletten vorab in einer geringen Menge Wasser auflösen.

Zur richtigen Einnahme der Homöopathika

Wichtig bei der Darreichung ist, dass kein Metalllöffel zum Einsatz kommt, vielmehr ein Sauger, eine Pipette, ein kleines Gefäß oder ein Löffel aus Holz oder Kunststoff. Je nach Bedarf und Alter des Kindes. Bei homöopathischen Tropfen für Baby und Kind sollte darauf geachtet werden, dass sie keinen Alkohol enthalten. Diese Präparate werden entweder auf Anfrage zubereitet, oder sind als Einzel- und Komplexmittel in Apotheken erhältlich. Mindestens zehn Minuten vor und nach der Einnahme sollte das Kind weder essen noch trinken, auch nicht Zähne putzen.

Flaschen für homöopathische Arzneitmittel

Auf der Suche nach der passenden homöopathischen Arznei für die Selbstbehandlung

Grundsätzlich ist es sehr wichtig, niemals die Wirkungsweise der Homöopathika zu unterschätzen. Wie bei anderen evidenzbasierten Methoden handelt es sich um eine Einflussnahme in die Selbstheilungskompetenz des kindlichen Organismus. Umso bedeutender ist deshalb das sorgfältige Beobachten der Leitsymptome, sowie der inneren und äußeren Umstände. Erfahrene Kinderhomöopathen verknüpfen diese miteinander. Ein Beispiel wäre die Tendenz zu häufig verstopfter Nase beim Kleinkind mit dem psychischen Thema „die Nase gestrichen voll haben“.

Für die Zusammenstellung der homöopathischen Hausapotheke ist es sehr empfehlenswert, einige bewährte Mittel in niedriger bis mittlerer Potenz anzulegen. Erscheint bei der Anwendung ein Homöopathikum oder mehrere der Arzneien zutreffend, sollte zu jedem spezifischen Therapeutikum möglichst viel an Zusatzinformation eingeholt werden. Somit wird die Gefahr weitgehend ausgeschlossen, in ein eher wahlloses Experimentieren abzugleiten. Im Zweifelsfalle gibt der homöopathisch tätige Arzt weitere Empfehlungen ab, oder korrigiert mögliche Trugschlüsse.
So kann Homöopathie bei Kindern erfolgreich sein, sodass sie sich zu gesunden Erwachsenen entwickeln, die durch starke selbstheilende Kräfte und ein gesundes Immunsystem selten erkranken.